Am Wochenende vom 21. und 22. August 2026 haben wir mit einem Symposium an der Universität Bern das 50-jährige Jubiläum des Schweizer Kinderkrebsregisters gefeiert.

Von links nach rechts: Fabiën Belle-van Sprundel, Claudia Kuehni, Urusla Kühnel, Nicolas Waespe, Ben Spycher, Grit Sommer
Dazu durften wir zahlreiche nationale und internationale ExpertInnen aus Kliniken, der Registrierung und der Nachsorgeforschung begrüssen. Auch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Stiftungen, PatientenvertreterInnen und viele weitere Gäste waren dabei.
Ein herzliches Dankeschön an alle grossartigen Referierenden und an unser engagiertes Publikum, die diesen besonderen Anlass gemeinsam mit uns gefeiert haben!
Aus den Vorträgen konnte viel Wissen geteilt und neue Perspektiven gewonnen werden. Diese Inputs werden allen Parteien helfen, ihre Tätigkeiten noch mehr an den Bedürfnissen von Betroffenen auszurichten.
Hier ein paar Einblicke in die beiden erlebnisreichen Tage:

Angèle Gayet-Ageron
In der ersten Session wurden wir von Nicolas von der Weid und Claudia Kuehni durch die Geschichte der Krebsregistrierung im Kindersalter in der Schweiz geführt. Marina Haller, Friederike Erdmann, Fabiën Belle-van Sprundel und weitere Forschende hielten Vorträge über eine Bandbreite von Fragen, die mit Registerdaten untersucht werden können: von langfristigen gesundheitlichen und psychosozialen Folgen über Krebsprädisposition bis zu Unterschieden im Überleben, Datenqualität und Vollständigkeit. Zudem hielten PhD-Studierende Flashtalks zu ihren ausgestellten Poster, die später diskutiert werden konnten.
Am Nachmittag standen zwei Fragen im Mittelpunkt: Welche Rolle spielt die Umwelt bei Krebserkrankungen im Kindesalter? Und wie können Registerdaten und Forschung helfen, mögliche Risikofaktoren zu verstehen? Stéphanie Goujon und Aurélie Danjou fokussierten sich auf Ergebnisse zu Umweltbelastungen und landwirtschaftlichen Faktoren, Ben Spycher zur Wohnortsnähe zu Atomkraftwerken und Catherine Metayer zu PFAS-Exposition.
Danach richteten wir den Blick auf die Zukunft der Registrierung von Krebserkrankungen im Kindesalter. Während Katrin Scheinemann und Claudia Kuehni die Register- und Forschungsperspektive erläuterten, brachte Paul Castle diejenige von Patient:innen und Familien ein.
Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion mit Perspektiven aus Public Health, klinischer Versorgung, Forschung und Patientenvertretung. Ein passender Abschluss: Wir haben zurückgeblickt, die Fragen der Gegenwart diskutiert und gemeinsam über die Zukunft nachgedacht.

Von links nach rechts: Katrin Scheinemann, Rhoikos Furtwängler, Petra Baeriswyl, Claudia Kuehni, Paul Castle, Nicolas Waespe, Nicolas von der Weid
Am zweiten Tag standen zwei eng miteinander verbundene Fragen im Mittelpunkt: Was können uns neue Daten über Krebserkrankungen im Kindesalter verraten? Und wie können wir das Leben nach einer Krebserkrankung verbessern?
Am Morgen widmeten wir uns den Möglichkeiten von genetischer Prädisposition, Biobanken, Omics und neuen Therapieansätzen und richteten dann den Blick auf das Leben nach der Krebserkrankung. Einblicke gaben uns unter anderem Nicolas Waespe, Kevin Oeffinger, Raffaele Renella und Jean-Pierre Bourquin. Wie wichtig Registerdaten, Früherkennung, Vorsorge und psychosoziale Aspekte für die langfristige Gesundheit von Kinderkrebsbetroffenen sind, zeigten uns unter anderem Severin Fankhauser und Gisela Michel.
Vielen Dank an alle, die mit uns zusammengekommen sind und gezeigt haben, wie hochwertige Daten die gesamte Krebsversorgung verbessern können!
Mehr Infos zum Event sind auf unseren LinkedIn Posts zu finden.

